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Petra Thölken – Bewerbung NordArt

Kurz-Statement

Ich male innere Räume. Viele meiner Farben und Strukturpasten stelle ich selbst her. Ich arbeite mit Haushalts- und Naturwerkzeugen (Fensterwischer, Silikon-/Bäckerspachtel, Kartonkanten, Stoffreste) und Naturmaterialien (Rinde, Blüten, Kaffee, Asche). Die Bilder entstehen in Schichten – zwischen Zartheit und Kraft, mit sichtbaren Spuren des Moments.

Inhalt meiner Arbeit

Ich arbeite mit dem, was mir nah ist: selbst hergestellte Farben und Pasten, Rinde, Blüten, Kaffee, Asche – Materialien, die Spuren tragen, erdig sind, unprätentiös. Werkzeuge entlehne ich dem Alltag: Fensterwischer, Kartonkante, Silikonspachtel. Ich schichte, ziehe, drucke – aber der eigentliche Moment, in dem ein Bild beginnt zu sprechen, liegt tiefer: im Bruch, im Eingriff, im Öffnen.

Einige meiner Arbeiten tragen Spuren eines radikalen Schritts: Ich schieße mit dem Bogen auf die Leinwand. Der Pfeil durchdringt das Gewebe, reißt es auf, Farbe fliegt, das Bild verändert sich. Diese Eingriffe sind keine Geste, sondern eine Haltung. Sie stehen für das, was meine Kunst im Innersten bewegt: Veränderung sichtbar machen.

Ich möchte etwas auslösen – in der Fläche, im Raum, in der Wahrnehmung. Mein Werk entsteht aus dem Tun, aus einer unmittelbaren Verbindung zwischen Hand, Material und Moment.

Ich bewerbe mich mit einer Auswahl von Werken, in denen diese Haltung am deutlichsten sichtbar wird: Schussbilder, die den Einschlag zeigen – und was daraus wächst. Daneben existieren Hunderte andere Arbeiten, ruhiger, tastender – doch hier geht es um diesen einen Moment, in dem sich das Bild nicht zurückzieht, sondern zeigt, was möglich ist.

Aktive Veränderung

Seit 2018 bleiben in ausgewählten Arbeiten Pfeile sichtbar – sie stecken im Werk oder hängen darunter. Der Einschlag erzeugt eine Öffnung; Farbe fließt/spritzt, fliegt über die Fläche – ein kurzer Knall, der eine neue Spur beginnt. Die Spur bleibt nicht als Effekt, sondern als Haltung: Risiko, Fokus, Loslassen.

Werkauswahl

  • Tragweite (2020) – Acryl, Pigmente, Pfeil – Schussbild; 120×140 cm
    Der Einschlag trifft eine stille Fläche. Farbe fliegt wie ein Ausbruch – und dann bleibt es so. Der Moment friert ein – in seiner ganzen Tragweite.
  • Eröffnung (2019) – Acryl, Pigmente, Pfeil – Schussbild; 110×90 cm
    Ein Hauch Rosa trifft in die Stille. Doch auch das Grau wurde geschossen – als würde der Moment zwei Richtungen zugleich berühren. Leise – und unumkehrbar.
  • Fragiles (2019) – Acryl, Pigmente, Pfeil – Schussbild; 110×90 cm
    Mehrere Einschläge, ein Zentrum. Die Farbe explodiert, hält inne, formt ein Riff aus Energie. Veränderung wird zum Bild.
  • Bird of Passage (2021) – Acryl, Pigmente, Pfeil – Schussbild; 40×120 cm
    Ein Pfeil durchquert den Raum wie ein Vogel – unterwegs, rastlos. Was bleibt, ist eine zarte Spur im Dämmerlicht.
  • Lichtblüte (in Arbeit) – Acryl, Pigmente, Blüten aufgebracht, mit Asche; Format folgt
    Organischer Abdruck als Lichtspur; Blüten werden zu Struktur, Asche setzt Tiefe.
     

Anmerkung:
Die gezeigten Bilder geben einen Einblick in eine fortlaufende Werkreihe. Weitere Arbeiten stehen zur Ansicht bereit.

Ausstellungen & Sammlungen (Auswahl)

  • Frühere Ausstellungen u. a. New York City; zuletzt vorwiegend Direktverkauf und Präsentationen im Atelier/Galerieraum

  • Sammlung Deutscher Bundestag, Berlin · Landesregierung Nordrhein‑Westfalen

  • Privatsammlungen in Deutschland, Europa und den USA

  • Hunderte verkaufte Werke weltweit.

Hinweis für die Jury:
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Hier finden Sie meine vollständige Einreichung mit Werkabbildungen, Beschreibungen und Informationen zur künstlerischen Arbeit.