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Malen ohne Atelier: Deine kreative Auszeit nach der Arbeit
Du möchtest nach der Arbeit abschalten, wieder etwas Kreatives machen und eigentlich längst häufiger malen. Aber der Küchentisch ist voll, die Farben stehen irgendwo im Schrank und für ein eigenes Atelier fehlt der Platz.
Dann mach den Anfang kleiner. Er kann sogar auf ein Backblech passen.
Ein Blatt Papier. Wenige Farben. Ein paar Werkzeuge. Dreißig Minuten.
Mehr braucht es manchmal nicht für eine kreative Auszeit, die wirklich in deinen Alltag passt.
Du musst dabei kein fertiges Bild schaffen und auch nicht vorher wissen, was entstehen soll. Du darfst anfangen, schauen, reagieren und dich eine Weile nur mit Farbe, Linien und dem beschäftigen, was auf dem Papier passiert.
Du brauchst keinen perfekten Malplatz. Du brauchst einen Anfang, der in deinen Alltag passt.
Malen ohne Atelier: Wenn der Küchentisch eigentlich keinen Platz lässt
Viele möchten gerne häufiger malen und kommen trotzdem nicht dazu. Der Esstisch wird gebraucht, die Farben stehen in verschiedenen Schränken und das Papier liegt wieder woanders.
Bevor alles aufgebaut ist, fühlt sich die kleine kreative Auszeit plötzlich wie ein großes Vorhaben an. Danach müsste schließlich auch wieder alles verschwinden.
So wird der Wunsch zu malen immer wieder auf später verschoben: auf einen ruhigeren Tag, einen freien Nachmittag oder den Moment, in dem der Tisch endlich leer ist.
Deine kreative Auszeit kann mit einem Griff bereitstehen
Ein Backblech, ein Tablett oder eine flache Kiste kann zu deiner kleinen mobilen Malstation werden.
Darauf liegt nur das, was du für diesen einen Malmoment brauchst: Papier als Malgrund, wenige Farben, ein Bleistift, ein oder zwei Pinsel und einige einfache Werkzeuge.
Wasser dazustellen und anfangen. Die Strecke zwischen „Ich könnte jetzt malen“ und der ersten Bewegung wird plötzlich sehr kurz.
Nach dem Malen kommt alles wieder zurück auf das Blech. Auch das Bild darf dort liegen bleiben. Anschließend verschwindet deine kleine Malstation im Regal oder Schrank, bis du wieder Lust und Zeit hast.
Der Malplatz muss nicht dauerhaft frei sein.
Er muss nur schnell erreichbar werden.
Warum weniger Material das Anfangen leichter macht
Viele Farben und Werkzeuge sehen verlockend aus. Gleichzeitig entsteht mit jeder Möglichkeit eine weitere Entscheidung.
Welche Farbe nehme ich? Welchen Pinsel? Welche Technik? Und was soll überhaupt entstehen?
Noch bevor etwas auf dem Papier ist, bist du bereits mit vielen Fragen beschäftigt. Eine kleine Auswahl kann den Einstieg viel leichter machen – gerade wenn du ohne Vorkenntnisse malen oder nach längerer Pause wieder anfangen möchtest.
Eine kleine Begrenzung nimmt dir nicht die Freiheit.
Sie nimmt dir zunächst einige Entscheidungen ab.
Für diesen Malmoment habe ich nur wenige Dinge bereitgelegt. Ich habe mit Kaffee auf dem Papier begonnen und darauf reagiert. Später kamen Bleistift, Farbe und einfache Dinge aus dem Haushalt dazu: Gabel, Teelöffel und ein Teigschaber aus Silikon.
Du musst diesen Weg nicht nachmachen. Genau darum geht es beim intuitiven Malen: etwas setzen, hinschauen und von dort weitergehen.
Du musst den Weg nicht vorher kennen. Er kann beim Malen entstehen.
Abstrakte Acrylmalerei für Anfänger: Wenige Farben reichen
In meinem Online-Grundkurs für abstrakte Acrylmalerei lernst du, wie du aus wenigen Grundfarben viele unterschiedliche Farbtöne mischst, deine Werkzeuge sinnvoll einsetzt und Schritt für Schritt in deinen eigenen Malprozess findest.
Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse, keine riesige Materialsammlung und auch kein eigenes Atelier.
30 Minuten kreativ: Warum eine kleine Auszeit reichen kann
Viele warten mit dem Malen auf einen freien Nachmittag. Auf Ruhe. Auf den Moment, in dem endlich alles andere erledigt ist.
Dieser Moment kommt erstaunlich selten.
Dreißig Minuten wirken dagegen fast zu klein. Dabei können sie genau die Zeit sein, die wirklich in deinen Alltag passt – vielleicht sogar direkt nach der Arbeit.
Kreativität braucht nicht immer mehr Zeit.
Sie braucht eine Zeit, die wirklich stattfindet.
Deine Hände beginnen zu arbeiten. Deine Aufmerksamkeit wandert von der nächsten Aufgabe hin zu Farbe, Linie, Fläche und dem, was gerade entsteht.
Für eine Weile beschäftigst du dich mit etwas anderem als Organisieren, Antworten und Erledigen. Genau deshalb kann so eine kleine kreative Auszeit ein schöner Übergang zwischen Arbeitstag und Feierabend sein.
Ich merke bei mir, dass ich danach häufig ruhiger und sortierter bin. Und vor allem: Ich habe nicht nur darüber nachgedacht, wieder kreativ zu sein. Ich habe tatsächlich etwas gemacht.
Das Bild muss nicht fertig sein, damit diese Zeit wertvoll war.
Ein unfertiges Bild darf warten
Nach dreißig Minuten ist das Bild möglicherweise noch nicht fertig.
Dann darf es genau so bleiben.
Ein unfertiges Bild ist kein liegen gebliebenes Problem.
Es wartet auf eine weitere Begegnung.
Beim nächsten Mal musst du nicht genau dort weitermachen, wo du aufgehört hast. Mit etwas Abstand siehst du neu.
Du kannst das Bild drehen, erst einmal nur schauen oder eine kleine Stelle verändern. Es ist bereits etwas da, auf das du reagieren kannst.
Das Bild ist inzwischen da. Du darfst ihm neu begegnen.
Aus einer kreativen Auszeit kann eine Routine entstehen
Heute nimmst du dir dreißig Minuten. Einige Tage später vielleicht wieder.
Irgendwann ist daraus ein Bild entstanden. Oder etwas mindestens ebenso Wertvolles: eine kleine kreative Routine.
Ein Moment, auf den du dich freust, weil er dir gehört. Eine Zeit, in der du ausprobieren, verwerfen und entdecken darfst.
Es muss dabei nicht jedes Mal etwas Besonderes entstehen. Entscheidend ist, dass Kreativität überhaupt wieder einen Platz in deinem Alltag bekommt.
Der Platz auf dem Tisch bleibt klein.
Der Raum in dir kann dadurch größer werden.
Wie du jetzt weitermachen kannst
▶ Das Video
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Vielleicht brauchst du keinen freien Tag und kein voll eingerichtetes Atelier.
Vielleicht brauchst du nur einen Anfang, der klein genug ist, dass du ihn heute wirklich machst.
Schön, dass du hier bist.
Bunte Grüße,
Petra Thölken

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