Abstrakte Landschaft malen mit Acryl – Struktur, Tiefe und fließende Farbe
Landschaften können eine starke Inspiration für abstrakte Bilder sein. Oft beginnt ein Bild mit einer Erinnerung: Farben, Formen oder Strukturen, die sich im Kopf festsetzen.
In meinem aktuellen Bild war es die Landschaft von Neuseeland – weite Hügel, Felder, rote Erde und türkisfarbene Seen. Dinge, die sich nicht direkt realistisch auf eine Leinwand übertragen lassen, aber eine Stimmung erzeugen.
Statt eine Landschaft exakt zu malen, interessiert mich ein anderer Weg: Wie lässt sich eine Landschaft abstrahieren? Wie entstehen aus Erinnerung, Struktur und Farbe neue Formen?
In diesem Video zeige ich meinen Malprozess – von der ersten Struktur bis zu fließenden Farbbewegungen im Bild.
Struktur als Grundlage für abstrakte Landschaften
Bevor Farbe ins Spiel kommt, beginne ich mit einer Oberfläche. Ich arbeite mit Strukturmasse und Relief, um eine erste Tiefe auf der Leinwand zu erzeugen.
Diese Struktur ist mehr als nur eine technische Grundlage. Sie beeinflusst später den gesamten Malprozess. Wenn Acrylfarbe auf eine strukturierte Oberfläche trifft, entstehen automatisch Bewegungen, kleine Brüche und unterschiedliche Ebenen im Bild.
Gerade in der abstrakten Acrylmalerei hilft Struktur dabei, Tiefe und Spannung zu erzeugen.
Von der Skizze zur abstrakten Landschaft
Auch wenn das Bild später abstrakt wird, beginne ich oft mit einer einfachen Skizze. Diese Skizze dient nicht dazu, alles festzulegen. Sie ist eher eine Orientierung – eine Idee von Hügeln, Feldern oder Linien im Land.
Im Laufe des Malprozesses lösen sich diese Formen langsam auf.
Hügel werden zu Farbflächen. Linien werden zu Bewegungen im Bild. So entsteht Schritt für Schritt eine abstrakte Landschaft, die sich immer weiter vom ursprünglichen Motiv entfernt.
Acrylfarbe mit Wasser fließen lassen
Ein wichtiger Moment im Prozess ist das Arbeiten mit Wasser. Indem ich Acrylfarbe teilweise verdünne und über die Oberfläche laufen lasse, entsteht Bewegung im Bild.
Farben verbinden sich miteinander, verändern ihre Richtung und reagieren auf die vorhandene Struktur.
Diese fließenden Bewegungen sorgen dafür, dass das Bild lebendig bleibt. Gerade in der abstrakten Malerei entstehen viele Entscheidungen im Moment des Malens.
Wenn ein Bild sich im Prozess verändert
Während ich arbeite, verändert sich das Bild immer wieder. Manchmal entstehen große Farbflächen, die zunächst richtig erscheinen. Doch später merke ich, dass sie zu ruhig oder zu flach wirken.
Dann beginne ich, diese Flächen wieder aufzubrechen – mit Farbe, Linien oder neuen Bewegungen.
So entsteht ein Wechselspiel zwischen Fläche, Form und Tiefe. Dieser Prozess gehört für mich zur abstrakten Malerei dazu: Ein Bild entwickelt sich Schritt für Schritt und bleibt lange offen.
▶︎ Den gesamten Malprozess siehst du im Video
Im Video kannst du den gesamten Prozess verfolgen – vom Aufbau der Struktur über die ersten Farbschichten bis zu den Momenten, in denen das Bild wieder verändert wird.
→ Hier geht es zum vollständigen Video auf YouTube
Von gegenständlich zu abstrakt – mit einem Weg, der dich nicht überfordert
Wenn du bisher eher gegenständlich malst und spürst, dass dich das Abstrakte reizt, aber der Einstieg noch unsicher wirkt, dann brauchst du keinen radikalen Bruch. Oft ist es viel stimmiger, einen Weg zu wählen, der beides verbindet: Wahrnehmung, Formgefühl und den Mut, sich Schritt für Schritt zu lösen.
Genau dafür habe ich meinen Kurs „Von gegenständlich zu abstrakt“ entwickelt. Er ist für Menschen gedacht, die nicht einfach irgendetwas malen möchten, sondern verstehen wollen, wie sich ein Motiv öffnen, vereinfachen und in eine freie, persönliche Bildsprache verwandeln kann.
Du lernst, wie du dich von der Vorlage löst, ohne die Orientierung zu verlieren – und wie aus einem bekannten Motiv nach und nach ein lebendiges, abstrakteres Bild entsteht.
Zum Kurs „Von gegenständlich zu abstrakt“Atelier-Notizen
Viele meiner Bilder entstehen aus Erinnerungen an Landschaften, Farben und Materialien, aber ebenso aus Themen, die tiefer in uns angelegt sind. Die abstrakte Malerei gibt mir die Freiheit, solche Eindrücke und inneren Bewegungen neu zu übersetzen. Genau daraus wächst auch mein neues Buch.
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Wenn dich solche Einblicke in meinen Malprozess interessieren, findest du auf meinem Blog und meinem YouTube-Kanal weitere Videos und Gedanken zur abstrakten Acrylmalerei.
Freue mich schon sehr auf Sonntag. Bisher habe ich leider immer noch eine Malblockade mit allem was so passiert ist im letzten Jahr. Dabei habe ich auch viele schöne Bilder aus Australien im Kopf. Einfach machen, was du immer sagst! Sollte vielleicht einfach mal loslegen! Herzlichst deine Hella
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