Strukturmasse wird mit einem Spachtel auf eine Leinwand aufgetragen – Atelierprozess Waldboden

Waldboden – abstrakte Acrylmalerei mit Strukturpaste & Ateliervideo

Waldboden – abstrakte Acrylmalerei zwischen Moos, Erde und Struktur

Schon als Kind war ich unglaublich gern im Wald. Wir haben dort gespielt, sind über umgestürzte Baumstämme balanciert und stundenlang unterwegs gewesen. Von unserem Zuhause war der Wald nicht weit entfernt. Einmal über den Acker gerannt und schon begann eine andere Welt.

Der Wald bedeutete Freiheit. Er war groß, still und voller Möglichkeiten. Zwischen Moos, Wurzeln, Rinde, Laub und dem Duft feuchter Erde konnte man unterwegs sein, ohne auf die Uhr zu schauen. Dort gab es Raum für Gedanken, Fantasie und Abenteuer.

Vielleicht ist genau das bis heute geblieben. Wenn ich durch den Wald gehe, zieht mein Blick noch immer nach unten, zu den Schichten aus Erde, Moos, Flechten, kleinen Zweigen und verwitterten Blättern. Als Kind habe ich im Wald nach Motiven gesucht, die ich nachzeichnen oder nachmalen konnte. Heute suche ich dort keine Vorlage mehr. Ich nehme die Erinnerung mit: an Oberflächen, Tiefe, Struktur und dieses leise Gefühl von Natur, ganz ähnlich, wie ich es auch in meinem neuen Buch beschreibe.

Den Atelierprozess „Waldboden“ ansehen

Zu diesem Bild gibt es ein ausführliches Atelierprozess-Video. Du kannst mir beim Entstehen des Werkes zusehen: vom ersten Auftrag der Strukturpaste über den Folienabdruck bis zu den letzten Farbschichten.

Es ist kein schneller Trick und kein starres Rezept, sondern ein ruhiger Einblick in einen echten Malprozess – mit Entscheidungen, Schichten, Veränderungen und diesem Moment, in dem aus Oberfläche langsam ein Bild wird.

Atelierprozess „Waldboden“ ansehen

Waldboden mit Moos, Erde, kleinen Zweigen und grünen Nuancen als Inspiration für abstrakte Acrylmalerei
Vom Waldboden ins Atelier: Moos, Erde und Schichten als Ausgangspunkt für ein abstraktes Acrylbild.

Strukturpaste als Grundlage für Tiefe und Oberfläche

Bei diesem abstrakten Acrylbild habe ich nicht mit einer fertigen Bildidee begonnen. Der Anfang lag in der Struktur. Ich habe Strukturpaste aufgetragen, verteilt, aufgebrochen und mit Folie wieder abgenommen. Dadurch entstehen Spuren, Kanten, Vertiefungen und zufällige Formen, die sich nicht vollständig kontrollieren lassen.

Genau diese Unberechenbarkeit mag ich. Strukturpaste bringt etwas Körperliches in die Malerei. Die Leinwand bleibt nicht glatt, sondern bekommt Widerstand. Farbe bleibt an manchen Stellen hängen, läuft an anderen vorbei und legt sich in mehreren Schichten über die Oberfläche.

So entsteht Schritt für Schritt ein Bildraum, der an Waldboden erinnert: nicht gegenständlich, nicht als Landschaft gemalt, sondern als abstrakte Übersetzung von Moos, Erde, Schatten, Licht und gewachsener Struktur.

Wenn du selbst gern mit Struktur arbeitest oder wissen möchtest, wie du Strukturmasse preiswert herstellen kannst, findest du dazu auch einen eigenen Onlinekurs: Strukturpaste und Farbe – Strukturmasse preiswert selber herstellen.

Künstlerin gießt weiße Farbe aus einer Glasschüssel auf ein großformatiges abstraktes Gemälde in Türkis- und Erdtönen – Atelierprozess Waldboden
Im Atelierprozess „Waldboden“ entstehen Struktur, Farbe und Tiefe Schritt für Schritt.

Abstrakt malen heißt für mich: dem Prozess vertrauen

Während des Malens verändert sich das Bild immer wieder. Manche Stellen werden ruhiger, andere dichter. Türkis trifft auf erdige Töne, helle Flächen öffnen das Bild, dunklere Schichten geben ihm Tiefe. Ich reagiere auf das, was bereits da ist – und nicht auf einen festen Plan.

Gerade dadurch wird der Malprozess lebendig. Es geht nicht darum, einen Waldboden realistisch abzubilden. Es geht um das, was er auslöst: Erinnerung, Geruch, Stille, Bewegung, Tiefe und dieses Gefühl, in eine andere Welt einzutreten.

Für mich ist abstrakte Acrylmalerei genau das: nicht erklären müssen, was etwas ist, sondern sichtbar machen, wie sich etwas anfühlt.

Petra Thölken betrachtet lächelnd ein großformatiges abstraktes Gemälde in Türkis und Braun auf dem Ateliertisch – Entstehungsprozess Waldboden
Ein Moment im Atelier: Abstand nehmen, hinschauen, lächeln – und dem Bild weiter vertrauen.

Wenn du tiefer in diesen Prozess eintauchen möchtest

Im Atelierprozess „Waldboden“ begleite ich dich durch die Entstehung dieses abstrakten Bildes. Du siehst nicht nur das fertige Werk, sondern auch die Entscheidungen, Umwege, Schichten und Veränderungen, die unterwegs entstehen.

Das Video eignet sich zum Mitmalen, zum Beobachten oder einfach als ruhige Atelier-Inspiration für deinen eigenen kreativen Prozess.

Video „Waldboden“ ansehen Atelier-Mediathek – bald verfügbar

Passende Kurse und Inspirationen

Wenn dich an diesem Bild besonders die Oberfläche, die Struktur und das Arbeiten in Schichten interessiert, könnten auch diese Inhalte für dich spannend sein:

Struktur, Folie und Schichten – warum mich diese Technik so interessiert

Folie, Abdruck, Strukturpaste und Farbschichten gehören für mich nicht nur zu einer Technik. Sie sind eine Möglichkeit, Kontrolle loszulassen. Wenn Folie auf feuchte Farbe oder Struktur gelegt und wieder abgezogen wird, entstehen Spuren, die ich nicht komplett planen kann. Genau dadurch beginnt das Bild, mir etwas vorzuschlagen.

Über diesen freien Umgang mit Material, über Schichten, Oberfläche und intuitive Entscheidungen habe ich auch in meinen Büchern viel geschrieben. Für mich beginnt abstrakte Malerei oft dort, wo ich nicht mehr nur ein Motiv suche, sondern auf Spuren, Widerstände und Möglichkeiten reagiere.

Auf YouTube findest du viele freie Einblicke in solche Prozesse. Der Atelierprozess „Waldboden“ geht noch einen Schritt weiter: Dort siehst du die Entstehung dieses konkreten Bildes zusammenhängend und ausführlich.

Komm mit ins Atelier

Wenn du solche Einblicke in meine Malprozesse magst, komm gern mit in mein Atelier. Im Newsletter teile ich neue Videos, Blogartikel, Gedanken zur abstrakten Malerei und Einblicke in das, was hinter den fertigen Bildern entsteht.

Es geht nicht nur um Technik, Farben oder Werkzeuge. Es geht um Zeit, Wahrnehmung, Kreativität und darum, der eigenen Bildsprache wieder mehr Raum zu geben.

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FAQ: Strukturpaste, Folienabdruck und abstrakte Acrylmalerei

Was ist Strukturpaste in der Acrylmalerei?

Strukturpaste ist eine formbare Paste, mit der du auf Leinwand, Holz oder Papier Höhen, Vertiefungen, Kanten und sichtbare Oberflächen erzeugen kannst. In der abstrakten Acrylmalerei hilft sie dabei, Tiefe und Textur aufzubauen, bevor die eigentlichen Farbschichten entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Strukturpaste und Strukturmasse?

Die Begriffe Strukturpaste und Strukturmasse werden in der Acrylmalerei oft ähnlich verwendet. Meist ist damit ein Material gemeint, das auf den Malgrund aufgetragen wird, um eine plastische Oberfläche mit Höhen, Vertiefungen, Kanten und Spuren zu gestalten.

Strukturpaste bezeichnet häufig eine fertige, gebrauchsfähige Paste aus dem Künstlerbedarf. Strukturmasse ist etwas allgemeiner gemeint: Sie kann gekauft oder selbst angemischt werden und je nach Rezeptur feiner, gröber, leichter oder stärker strukturiert sein.

Wenn du lernen möchtest, wie du Strukturmasse sehr preiswert selbst herstellen und mit Acrylfarbe kombinieren kannst, passt dazu mein Onlinekurs Strukturpaste und Farbe – Strukturmasse preiswert selber herstellen.

Was bedeutet Folienabdruck beim abstrakten Malen?

Beim Folienabdruck wird Folie auf feuchte Farbe oder Strukturpaste gelegt und wieder abgezogen. Dadurch entstehen zufällige Spuren, Linien, Kanten und organische Formen. Diese Technik eignet sich besonders gut für abstrakte Acrylmalerei, weil sie nicht vollständig kontrollierbar ist und dem Bild eine lebendige Oberfläche gibt.

Warum eignet sich Folie für einen Waldboden-Effekt?

Ein Waldboden besteht aus vielen Schichten: Erde, Moos, Blätter, Wurzeln, Licht und Schatten. Durch Folienabdruck entstehen ähnliche unregelmäßige Strukturen. Die Oberfläche wirkt gewachsen, verdichtet und stellenweise offen: ideal, wenn du Natur nicht realistisch malen, sondern abstrakt übersetzen möchtest.

Kann man Strukturpaste mit Acrylfarbe übermalen?

Ja. Strukturpaste lässt sich sehr gut mit Acrylfarbe übermalen. Gerade die erhöhten Stellen, Kanten und Vertiefungen nehmen Farbe unterschiedlich auf. Dadurch entstehen Tiefe, Licht, Schatten und eine lebendige Oberfläche.

Wie ich diese Schichten im Bild „Waldboden“ aufbaue, siehst du im Atelierprozess „Waldboden“.

Welche Techniken sieht man im Atelierprozess „Waldboden“?

Im Atelierprozess „Waldboden“ siehst du unter anderem das Arbeiten mit Strukturpaste, Folienabdruck, Acrylfarbe, flüssigen Farbschichten und intuitiven Entscheidungen während des Malens. Der Prozess zeigt, wie aus Oberfläche, Farbe und Bewegung Schritt für Schritt ein abstraktes Bild entsteht.

Ist abstrakte Acrylmalerei mit Strukturpaste auch für Anfänger geeignet?

Ja, gerade Strukturpaste kann Anfängern helfen, freier zu malen. Du musst nicht sofort ein Motiv finden oder eine perfekte Komposition planen. Die Oberfläche gibt dir erste Spuren vor, auf die du reagieren kannst. So entsteht ein natürlicher Einstieg in intuitive abstrakte Malerei.

Welche Materialien brauche ich für abstrakte Malerei mit Struktur?

Du brauchst einen Malgrund, Acrylfarbe, Strukturpaste oder selbst hergestellte Strukturmasse und einfache Werkzeuge wie Spachtel, Folie, Pinsel oder Rakel. Viele spannende Effekte entstehen nicht durch teures Material, sondern durch Schichten, Abdruck, Abnehmen und erneutes Übermalen.

Gibt es auch kostenlose Videos zu Folie, Strukturpaste und abstrakter Acrylmalerei?

Ja, auf meinem YouTube-Kanal Künstlerstreich findest du viele freie Videos rund um abstrakte Acrylmalerei, Struktur, Folie, Schichten und intuitive Malprozesse. Dort bekommst du erste Einblicke, Inspiration und Ateliermomente.

Der Atelierprozess „Waldboden“ geht tiefer: Hier siehst du die Entstehung dieses konkreten Bildes zusammenhängend und ausführlich – vom ersten Strukturauftrag bis zu den letzten Farbschichten.

Wie entsteht Tiefe in einem abstrakten Acrylbild?

Tiefe entsteht durch mehrere Schichten: helle und dunkle Farben, transparente Übergänge, strukturierte Oberflächen, übermalte Spuren und bewusste Ruheflächen. Gerade bei einem abstrakten Naturthema wie Waldboden wirken diese Schichten wie Erinnerung, Erde, Moos, Schatten und Licht.

Weiter malen, weiter schauen, weiterdenken

Wenn dich Struktur, Schichten und intuitive abstrakte Acrylmalerei interessieren, kannst du im Atelierprozess „Waldboden“ direkt weiter eintauchen oder mit dem Kurs zur Strukturpaste beginnen.

Atelierprozess „Waldboden“ ansehen Strukturpaste-Kurs ansehen


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