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Wann ist ein Bild fertig? Wenn schön noch nicht genug ist
Es gibt diese Momente beim Malen, in denen man eigentlich längst hätte aufhören können. Das Bild sieht interessant aus, vielleicht sogar schön. Es hat Tiefe, Spannung, Farbe, vielleicht eine Stelle, die einen sofort festhält. Und trotzdem ist da dieses leise Gefühl: Irgendetwas ist noch nicht ganz fertig.
Genau darum geht es in diesem Video und auch in meinem Onlinekurs „Intuitiver Malprozess – Abstrakt malen & weitergehen“. Ich zeige dort einen echten abstrakten Malprozess, in dem ein Bild nicht nach Plan entsteht, sondern durch Schichten, Zweifel, Entscheidungen, Übermalungen und dieses immer wieder neue Hinschauen.
Denn manchmal ist ein Bild nicht fertig, nur weil es schön aussieht. Manchmal beginnt genau dort der spannendste Teil.
Abstrakt malen heißt auch, dem Zweifel zuzuhören
Beim abstrakten Malen gibt es diese feinen Übergänge, in denen man nicht mehr genau weiß, ob man aufhören oder weitermachen soll. Von außen betrachtet wirkt ein Bild vielleicht schon harmonisch. Es hat schöne Farben, interessante Spuren, vielleicht sogar eine dekorative Wirkung. Aber beim Malen geht es nicht nur darum, ob etwas gut aussieht.
Ein Bild kann optisch funktionieren und sich innerlich trotzdem noch nicht stimmig anfühlen. Genau dieser Unterschied ist wichtig. Denn manchmal spürst du, dass ein Bild noch nicht alles gesagt hat. Es ist schön, aber es lässt dich nicht los.
Die eigentliche Frage ist:
Bleibe ich bei dem schönen Zwischenstand stehen oder vertraue ich dem Gefühl, dass das Bild noch weitergehen möchte?
Das ist ein schwieriger Moment, besonders wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit abstrakter Malerei hat. Natürlich möchte man nichts zerstören. Man denkt: Wenn ich jetzt weitermache, mache ich es vielleicht kaputt. Und ja, manchmal passiert genau das. Aber manchmal beginnt dort auch der eigentliche künstlerische Prozess.
Der passende Onlinekurs zu diesem Malprozess
Im Onlinekurs „Intuitiver Malprozess – Abstrakt malen & weitergehen“ nehme ich dich Schritt für Schritt durch diesen vollständigen Bildprozess mit: vom ersten Impuls über Kohle, Asche, Wasser, Farbe, Fensterwischer, Übermalung und neue Entscheidungen bis hin zur Frage, wann ein Bild wirklich stimmig wird.
Der Kurs ist kein starres Rezept, sondern eine ruhige Begleitung durch einen echten Atelierprozess. Du kannst zuschauen, mitdenken, eigene Entscheidungen besser verstehen und mehr Vertrauen in deinen abstrakten Malprozess entwickeln.
Technik hilft, aber sie entscheidet nicht alles
Techniken sind wichtig. Sie geben Sicherheit, Orientierung und einen Einstieg. Du lernst, wie Farbe reagiert, wie Wasser die Acrylfarbe verändert, wie Kohle, Kreide, Fensterwischer, Pinsel oder Palettenmesser Spuren erzeugen können. All das ist wertvoll, besonders wenn du abstrakt malen lernen möchtest und noch nicht weißt, wie du anfangen sollst.
Aber irgendwann kommt ein Punkt, an dem dir keine Technik mehr sagt, was richtig ist. Dann stehst du vor deinem Bild und musst spüren: Was braucht es jetzt? Was zieht meinen Blick an? Was fühlt sich noch offen an? Wo entsteht Ruhe, wo Spannung, wo vielleicht zu viel Kontrolle?
Technik kann viel.
Sie kann dir zeigen, wie Farbe läuft, wie Schichten entstehen und wie ein Bildaufbau möglich wird. Aber die Entscheidung, ob ein Bild weitergehen möchte, entsteht oft aus dem eigenen Sehen, Spüren und Beobachten.
Beim abstrakten Malen lernen wir deshalb nicht nur Methoden. Wir lernen auch, dem eigenen Blick zu vertrauen. Und das ist oft viel schwieriger als der nächste Pinselstrich.
Warum ich ein schönes Bild übermale
Ein Bild zu übermalen, obwohl es eigentlich schon schön ist, fühlt sich riskant an. Man gibt etwas auf, das bereits funktioniert hat. Man verlässt eine sichere Stelle und geht wieder hinein in das Ungewisse.
Aber genau darin liegt für mich ein wichtiger Teil der Malerei. Ich übermale nicht, weil das Bild falsch war. Ich übermale, weil ich spüre, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist.
Manchmal bleibt von dem alten Bild nur eine Spur. Eine Tiefe. Eine Stimmung. Eine Farbe, die später wieder durchscheint. Und manchmal wird genau das, was vorher da war, zur Grundlage für etwas Neues.
Im fertigen Bild sieht man selten die Stellen, an denen man fast aufgegeben hätte. Man sieht nicht jeden Zweifel, nicht jede verworfene Idee, nicht jeden Moment, in dem man dachte: Jetzt ist es vorbei. Und trotzdem steckt all das im Bild. Vielleicht macht genau das seine Tiefe aus.
Wann ist ein Bild wirklich fertig?
Ein Bild ist für mich nicht fertig, weil jede Fläche gefüllt ist. Es ist auch nicht fertig, weil es anderen gefällt oder weil es optisch „schön“ wirkt.
Für mich ist entscheidend:
Ein Bild ist nicht fertig, weil es schön aussieht. Es ist fertig, wenn nichts mehr innerlich zieht.
Ein Bild ist dann fertig, wenn es sich stimmig anfühlt. Wenn ich nicht mehr das Gefühl habe, dass etwas an mir zieht. Wenn mein Blick nicht mehr unruhig sucht. Wenn Kontraste, Helligkeit, Tiefe, Farbe und Ruhe zusammenwirken.
Das bedeutet nicht, dass ein Bild perfekt sein muss. Im Gegenteil. Oft sind es gerade die unvollkommenen Stellen, die Spuren, Brüche und Übermalungen, die ein Bild lebendig machen.
Was du daraus für dein eigenes Bild mitnehmen kannst
Wenn du selbst abstrakt malst und vor deinem Bild stehst, kannst du dich fragen: Gefällt mir das Bild nur optisch, oder fühlt es sich auch innerlich stimmig an? Gibt es eine Stelle, die mich immer wieder ruft? Gibt es einen Bereich, der noch zu leer, zu laut oder zu abgeschlossen wirkt?
Vielleicht musst du nicht sofort weitermalen. Manchmal hilft es, Abstand zu nehmen, das Bild zu drehen, einen Kaffee zu trinken oder es einen Tag stehen zu lassen. Aber wenn du spürst, dass da noch etwas offen ist, darfst du diesem Gefühl nachgehen.
Abstrakt malen bedeutet nicht, alles zu kontrollieren. Es bedeutet, wach zu bleiben für das, was entsteht: für Zufälle, Zweifel, Entscheidungen und für diesen Moment, in dem du merkst, dass etwas wirklich stimmig wird.
Onlinekurs: Intuitiver Malprozess – Abstrakt malen & weitergehen
Wenn dich genau dieser Moment interessiert – wenn ein Bild eigentlich schon schön ist, aber innerlich noch nicht fertig wirkt –, findest du im Onlinekurs die ausführliche Begleitung durch diesen abstrakten Malprozess.
Du siehst alle wichtigen Schichten, Entscheidungen und Wendepunkte: den Anfang mit Kohle und Asche, das Arbeiten mit Wasser und Acrylfarbe, den Fensterwischer, das Weitergehen, das Übermalen mit Rot und Orange und die spätere Suche nach Stimmigkeit im Bild.
Der Kurs ist auf Deutsch und begleitet dich ruhig, ehrlich und nachvollziehbar durch einen echten Atelierprozess.
▶ Das Video
Ein Bild kann schön sein und sich trotzdem noch nicht fertig anfühlen. Im Video auf dem Künstlerstreich -Youtube Kanal spreche ich über genau diesen Moment.
🎨 Der Kurs
Im Onlinekurs begleite ich dich durch diesen vollständigen intuitiven Malprozess – mit allen Schichten, Zweifeln, Übermalungen und Entscheidungen.
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Ich feiere unsere Community sehr. Diesen gemeinsamen Start, die vielen Gedanken und kleinen Ateliermomente, die dort entstehen.
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Bunte Grüße,
Petra

Me doy cuenta que una obra esta terminada cuando siento que estoy conforme con lo que veo.Si le falta algo puedo cambiar una parte o a veces todo el cuadro.Es algo que uno siente desde adentro. Y eso es parecido a lo que vi hoy.Cariños
Liebe Petra,
wieder einmal einen herzlichen Dank für dieses herzliche Video!
Genau das ist es, was mich immer wieder so berührt, wenn ich dir zusehe und zuhöre. Die Bilder sind eindrucksvoll, inspirierent und wunderschön.
Doch das was mich so anspricht sind die Prozesse und der Zugang zu sich selbst, von denen du immer wieder so ehrlich und reflektiert erzählst.
Denn für mich geht es genau darum, im Moment sein, im Kontakt mit mir, im Flow und im Staunen, was auf der Leinwand passiert. “Eigentlich” unanhängig vom Ergebnis, aber eben eigentlich, so oft lauert im Hintergrund der “Anspruch”, dass es doch “schön” werden soll, dass ich doch ein “Ergebnis” haben möchte.
Das sind ja oft unsere Themen, der Anspruch an uns selbst, erfolgreich und produktiv sein zu wollen und positive Rückmeldung zu"brauchen".
Genau deshalb fand ich deinen kleinen Satz “Genieße die Freihiet auf der Leinwand” so schön.
Danke!!!
Und es hat was mit Vertrauen und der Freiheit vom (Leistungs-)Druck zu tun und der Angst vor falschen Entscheidungen, wenn es eigentlich doch schon ganz schön aussieht und durch einen nächsten Schritt es nicht mehr so schön sein könnte….
All das kennen wir bestimmt alle und du greifst es auf.
Danke, dass du das mit uns teilst.
Ich kenne es übrigens auch genau anders herum, dass ich ein Bild gestalte und eine Vorstellung habe und es dann vorher schon fertig ist und ganz anders als gedacht!
Viele liebe Sommergrüße aus Schleswig-Holstein,
Steph
Hallo liebe Petra,….oh was für ein tolles Thema 👍🏼
Da freue ich mich riesig drauf.
Und du hast Recht,das Bild braucht dieses Rot ,ihm fehlte was,w so allein im Rahmen ,Ausdruck , Stärke,…ein :Hier Bin Ich Bämmm Effekt.
Und ich bin mir sicher,daß du uns morgen diesen Moment um die Ohren hauen wirst .
Ich freue mich wirklich sehr dabei zu sein ,wenn wir alle gemeinsam diese Veränderung erleben dürfen.
Und ich kenne das Gefühl auch,daß etwas nicht wirklich fertig ist. Habe drei meiner Bilder komplett neu gestaltet. ..am Ende fand ich mich selbst in jedem wieder. 😄
Chaotisch,Harmonisch und düster .
Also dann …wir sehen uns im Live Chat .
LG Bia
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