Was beim Malen wirklich passiert (und warum das Bild mehr weiß als wir)
Manchmal entsteht ein Bild, und man merkt erst später, dass es gar nicht darum ging, was da gemalt wurde. Nicht um das Motiv. Nicht um die Technik. Sondern um etwas, das sich im Tun gezeigt hat – leise, aber sehr klar.
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Beim Malen passiert viel mehr, als man von außen sieht. Während Hände Farbe schieben, wischen, halten oder loslassen, treffen wir ständig kleine Entscheidungen – manche bewusst, viele unbewusst.
Wir bleiben stehen, gehen weiter, zögern, übermalen, lassen offen. Und genau darin beginnt das Eigentliche.
„Das Bild erinnert sich an alles, was wir beim Malen tun: Tempo, Druck, Mut und auch die Stellen, die wir nicht sofort retten.“
Dieses Bild zeigt ein Reh. Aber es ist kein Reh-Bild.
Es ist ein Zustand: Wachsamkeit. Präsenz. Eine stille Form von Stärke. Nicht als Idee, sondern als etwas, die sich im Prozess gebildet hat.
Warum das Bild mehr weiß als wir
Beim Malen gibt es keinen geraden Weg. Es gibt Bewegungen, Unterbrechungen, Momente, in denen etwas kippt – oder sich neu ordnet. Und trotzdem tauchen plötzlich diese ruhigen, klaren Stellen auf. Als wüsste das Bild selbst, wohin es will.
Bilder reagieren auf Druck. Auf Tempo. Auf das, was wir aushalten und auf das, was wir offen lassen. Im Malprozess zeigt sich oft, wie wir mit Unsicherheit umgehen: Ob wir sofort korrigieren oder bb wir etwas stehen lassen können.
Das Bild wird zu einem Gespräch, in dem nicht alles kontrolliert wird und genau dadurch entsteht Tiefe.
Im Video siehst du das Dazwischen
Im dazugehörigen Video ist genau das zu sehen: kein schneller Weg zum Ergebnis, sondern das Dazwischen. Die Schichten, das Zögern, das Weitergehen. Die Stellen, an denen etwas offen bleibt – und gerade dadurch stark wird.
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Ich teile regelmäßig neue Videos, Gedanken aus dem Atelier und kleine Impulse, die dich wieder ins Malen bringen – auch dann, wenn du gerade nicht weißt, wie du anfangen sollst.
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