Manchmal ist nicht das Malen das Schwierige.
Sondern der Anfang.
Die leere Leinwand kann laut sein.
Sie fordert Entscheidungen, bevor man überhaupt angekommen ist.
Genau deshalb beginne ich in diesem Prozess mit einer einfachen Skizze – nicht, um ein Motiv festzuhalten, sondern um erst einmal in Bewegung zu kommen.

Ankommen statt perfekt anfangen
In meinem aktuellen Video starte ich mit einer lockeren Skizze von Schafen – Erinnerungen an Neuseeland, an Weite, an Natur.
Nicht, weil ich ein realistisches Bild malen möchte.
Sondern, weil mir diese ersten Formen helfen, anzukommen.
Skizzieren bedeutet für mich:
- nicht vor dem Nichts zu stehen
- meine Gedanken fließen zu lassen
- ohne Druck in den Prozess zu kommen
Erst wenn ich mich auf der Leinwand „eingefunden“ habe, kann ich mich wirklich lösen.

Wenn das Motiv zu eng wird
Viele kennen diesen Moment:
Die Skizze ist plötzlich „zu viel“.
Zu fest. Zu konkret. Zu kontrolliert.
Man will weitermachen – und traut sich nicht.
Genau hier beginnt für mich das eigentliche Malen.
Ich verwische die Formen mit den Fingern.
Lasse sie unscharf werden.
Löse Linien auf.
Das Motiv darf verschwinden.
Was bleibt, ist Bewegung, Fläche, Gefühl.
Schwarz als Wendepunkt – ein neuer Raum entsteht
In diesem Prozess setze ich bewusst Schwarz ein.
Nicht als „dunkle Farbe“,
sondern als Wendepunkt.
Mit Schwarz entsteht ein neuer Raum.
Ein Bruch.
Ein Übergang.
Ab hier ist nichts mehr eindeutig – und genau das macht frei.
Plötzlich entsteht etwas Neues.
Türkis, Gelb und das Öffnen der Fläche
Nach der dunklen Phase öffnet sich das Bild wieder.
Ich arbeite mit:
- Türkis für Weite und Klarheit
- Gelb für Licht und Mut
- Grün und Weiß für Frische und Bewegung
Mit Wasser, Rakel und Palettenmesser lasse ich die Farben fließen.
Sie laufen ineinander, kippen, trocknen, bilden Kanten.
Das Bild beginnt zu atmen.
Intuitiv malen heißt: dem Prozess vertrauen
HIER In diesem Video geht es nicht um Technik allein.
Es geht um Vertrauen.
Darum:
- Entscheidungen zuzulassen
- Fehler nicht sofort zu korrigieren
- dem Bild Raum zu geben
Ich plane diese Schritte nicht.
Ich höre auf das, was entsteht.
Mal ist es der Wischer.
Mal der Finger.
Mal ein Farbwurf.
Alles darf passieren.
Drei kleine Impulse für deinen eigenen Start
Wenn du selbst mit Acryl abstrakt malen möchtest, nimm dir diese Gedanken mit:
- Fang an, bevor du bereit bist.
- Verwische, bevor du bewertest.
- Bleib in Bewegung.
Der Anfang muss nicht „richtig“ sein.
Er muss dich ins Malen bringen.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest
Viele merken nach solchen Prozessen:
Ein einzelnes Video inspiriert – aber manchmal wünscht man sich mehr Struktur.
Genau dafür habe ich meinen Onlinekurs entwickelt:
Vom Gegenständlichen zum Abstrakten – Fundament, ein Motiv, drei Wege
Darin bekommst du einen Einblick in meinen Malprozess – Schritt für Schritt – und siehst, wie du:
- ein Motiv als Ausgangspunkt nutzt
- daraus drei abstrakte Varianten entwickelst
- deinen eigenen Stil entdecken kannst
- Sicherheit im Loslassen gewinnst
Der Kurs ist kein starres System, sondern ein Fundament, auf dem du frei arbeiten kannst.
➡️ Den Kurs findest du hier: Zum Online-Kurs
Das Video zum Prozess
Im Video siehst du den Moment, in dem sich alles verändert:
Von der Skizze zum Gefühl.
Vom Motiv zur freien Komposition.
Hier kannst du den gesamten Prozess anschauen:
▶️ Zum Video auf Kuenstlerstreich Youtube Kanal
Vielleicht findest du darin auch deinen eigenen Weg ins Loslassen.
Denn Malerei ist nicht Kontrolle.
Sie ist Begegnung – mit Farbe, Bewegung und dir selbst. – Petra Thölken
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mit jemandem, der beim Malen mutiger werden will – ohne perfekt sein zu müssen.
🎬 Passendes Video: Acryl fließen lassen – von Skizze zu Abstrakt (Anfänger)




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